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Diesen und manchen anderen wertvollen Tipp erhielten die Sänger des Männerchores 1888 aus Wilnsdorf. Einen ganzen Samstag lang hatten sie sich in das Gästehaus Wilgersdorf zu einem sogenannten Stimmbildungstag zurückgezogen. Mit dem Musikpädagogen Gerrit Schwan aus Siegen hatte man einen jungen dynamischen Experten engagiert, der den Sängern zahlreiche wichtige Hinweise geben konnte, ihr musikalisches Instrument, die menschliche Stimme, so zu optimieren, dass sie beim Singen bestimmter Liedpassagen deutliche klangliche Verbesserungen erzielten. Schwerpunkte hierbei waren u.a. spezielle Atemübungen, Haltung von Kopf, Kiefer und Zunge, Tonbildung unter Ausnutzung vorhandener Klangräume. Zu letzterem gehört u.a. das Stichwort Gaumensegel. Der Trainer befasste sich nacheinander mit den einzelnen der vier Chorstimmen Tenor 1 und 2 sowie Bass 1 und 2, während die jeweils anderen drei Stimmgruppen unter der Leitung ihres Chorleiters Thomas Bröcher den Tag zu einer intensiven Chorprobe nutzten, um einige Lieder der zurzeit anstehenden Literatur weiter einzuüben.
In beiden Bereichen, Stimmbildung und Chorprobe, registrierten die Sänger deutlich erkennbare Fortschritte und Erfolgserlebnisse, und sie waren sich sehr bald einig: Der Tag hat sich gelohnt!
Schenken macht Freude und nicht nur an Weihnachten und Geburtstagen. Dieser Gedanke kam dem Vorstand des MC 1888 just zum Jahreswechsel. Was der Männerchor schenken kann ist in erster Linie Gesang, und zwar den Mitmenschen, die einem Konzert aus Gründen der Immobilität nicht beiwohnen können. So wurde schnell klar, dass der Chor solche Menschen mit einem Liedvortrag erfreuen wollte.
An einem winterlich kalten Samstagmorgen besuchte der Chor das Christofferhaus in Siegen und das Marien Hospiz Louise von Marillac auf der Eremitage. Im Christofferhaus wurde der Chor sehr freundlich und herzlich von Mitarbeitern und Heimbewohnern im Speisesaal empfangen. Das Dirigat lag an diesem Tag in den erfahrenen Händen unseres Vizechorleiters Gerald Pauly, der mit Elan und dem gewohnten Schwung die durch Krankheit dezimierte Truppe auf gesanglicher Höhe hielt. So erfreute eine Liedauswahl aus geistigen, männerchorspezifischen und modernen Stücken die Zuhörer/innen, die dem Chor als Dank reichlich Beifall zollten. Lediglich bei dem auf Wilnsdorfer Platt gesungenen „Abendlied“ sah man zum Teil in fragende Gesichter - sind doch die Siegener mit der Sprache der Wielandsgemeinde nicht so vertraut.
Bei dem anschließenden Besuch im Marien Hospiz sang der Chor in der Kapelle der Einrichtung, von wo die Lieder in die Zimmer der Heimbewohner übertragen wurden. Auch hier war die Leitung dankbar für das Engagement des Chores. Ein Gast drückte es so aus: „Es war eine wunderschöne Abwechslung im Alltag.“
Die Sänger des MC 1888 fuhren an diesem Tag mit dem guten Gefühl nach Hause, den Heimbewohnern an diesem Wintertag etwas Licht und Wärme gegeben zu haben.
Am 11. im 11. erlebte die beliebte und endlich coronafreie “Nacht der Musik“ in Siegen´s Oberstadt eine Neuauflage. Von den durch die Pandemie arg gebeutelten Chören nahmen an dieser Veranstaltung leider nur sechs teil. Umso dankbarer waren die Sänger des Männerchor 1888 Wilnsdorf, dass sie wieder einmal in der Marienkirche auftreten durften.
Vor voller Kirche begann der Chor mit dem ach-so-zeitgemäßem Lied „Menschen bewahrt euch den Frieden“ gefolgt von der „Ode an die Heimat“, die sich mit dem WLAN-Problem beschäftigte. Auf den erfrischenden Gospelsong „Little light of mine“ folgte „Can you feel the love tonight“ aus dem Disney-Zeichentrickfilm Der König der Löwen. Chorleiter Thomas Bröcher sagte an, dass unser Solist (Torsten Heinz) erkrankt sei und er versuchen würde, den Solopart zu singen. Allgemeines Schmunzeln war das Ergebnis dieses Understatements. Mit Pianobegleitung durch Christian Schmidt wurde auch dieses Stück ein Erfolg. Weiter ging es mit „80 Millionen“, auch mit Pianobegleitung und mit großem Beifall vom Publikum. Ob das nachfolgende Lied „Dein ist mein ganzes Herz“ irgendetwas bei den Damen zum Schmelzen brachte ist nicht belegt. Der Gassenhauer „The Wellerman“ brachte dann die ehrwürdige Kirche zum Beben, klatschte doch das Publikum frenetisch zum Takt unseres Drummers „Alan“. Zum Schluss wurde es noch einmal besinnlich mit dem Segenlied „An Irish Blessing“.
Anhaltender Beifall zeigte uns mal wieder, dass der Chor auf einem guten Weg ist - nicht zuletzt durch die wohlgeplante Chorliteratur unseres Chorleiters Thomas Bröcher.
Auf den folgenden Seiten, oder über das Inhaltsverzeichnis kann in den Auftritt reingeschnuppert werden. :-)
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